Pressemitteilungen der BKG

29. Mai 2008

Tagung der bayr. Großkrankenhäuser in Garmisch-Partenkirchen

Die Krankenhäuser wurden über Jahre hinweg finanziell ausgezehrt und mit den jüngsten Tarifabschlüssen sei nun die Schmerzgrenze für die Kliniken überschritten. Dies ist das Fazit der Tagung der Geschäftsführer der bayerischen Großkrankenhäuser, die unter der Leitung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) zu ihrer jährlichen Tagung im Klinikum Garmisch-Partenkirchen zusammentrafen.
Zentrales Thema des zweitägigen Kongresses waren die Auswirkungen der Tarifabschlüsse für den öffentlichen Dienst vom April dieses Jahres.

Rund 250 Mio. Euro kommen in den Jahren 2008 und 2009 an Personalkostensteigerungen allein auf die kommunalen Krankenhäuser in Bayern zu. Aufgrund der vom Gesetzgeber seit 15 Jahren verordneten sog. Deckelung, gibt es für den Krankenhausbereich keine zusätzlichen Einnahmen, um diese zusätzlichen Personalkosten zu finanzieren.

„Wenn der Bundesgesetzgeber nicht noch in diesem Jahr eine Möglichkeit für eine Refinanzierung schafft, werden die Krankenhäuser in eine gefährliche Schieflage geraten“ prophezeite BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein. Steigende Defizite, weiterer Personalabbau und Einschränkungen in der Versorgung nennt er als drohende Folgen.

Ein weiteres Schwerpunktthema bildete die „Krankenhausplanung und Investitionskostenfinanzierung“. In einer aktuellen Stunde mit den Vertretern der Krankenhausabteilung des Bayerischen Sozialministeriums machten die Klinikchefs deutlich, dass in den Krankenhäusern aufgrund eines harten Qualitätswettbewerbs um die bestmögliche Versorgung der Patienten ein hoher Investitionsbedarf bestehe.

Die Bundesländer müssten deshalb ihrer Verpflichtung nachkommen, eine ausreichende Finanzierung von Investitionen sicherzustellen. Andernfalls laufe die staatliche Krankenhausplanung ins Leere.
Krankenhausplanung müsse auch umgesetzt werden können, dafür seien ausreichende Investitionsmittel erforderlich, so das Fazit der Manager der 39 bayerischen Großkliniken.

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