Zum Abschluss der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sorgt sich die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) um die außerordentlichen Zusatzbelastungen für die kommunalen Kliniken im Freistaat.
„Die vereinbarten Einkommenssteigerungen von insgesamt etwa 8 % können die Krankenhäuser unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr schultern“ kommentiert BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein.
„Allein die Personalkostensteigerungen für die kommunalen Krankenhäuser in Bayern aufgrund des heutigen Abschlusses betragen in den Jahren 2008 und 2009 rund 170 Mio. Euro. Hinzu kommen noch die Auswirkungen der noch laufenden Tarifrunde mit den Krankenhausärzten.“
Die BKG hat bereits während der Warnstreiks auf die unerträgliche Situation der Krankenhäuser hingewiesen. Gerne würde man den Beschäftigten mehr Lohn für ihre engagierte Arbeit bezahlen, wenn es auch die entsprechende Würdigung seitens der Politik gäbe.
„Für dieses Jahr verbleibt dem Krankenhaussektor gerade mal 0,14 % Einkommenszuwachs. Damit können nicht einmal die immensen Steigerungen im Sachkostenbereich gedeckt werden.“ so Hasenbein weiter. „Das kann keinem Krankenhaus mehr zugemutet werden. Der Gesetzgeber muss jetzt handeln und die Budgetdeckelung der Kliniken in dieser Form aufgeben.“
„Wenn die Politik nicht endlich handelt, befürchten wir einen weiteren Personalabbau in den bayerischen Kliniken und damit unausweichlich eine spürbare Verschlechterung in der Krankenhausversorgung des Freistaats.“
__________________________________________________
Pressestelle der Bayerischen Krankenhausgesellschaft
Radlsteg 1
80331 München
Ihr Ansprechpartner: Eduard Fuchshuber
Tel.: 089 290830-61
Fax: 089 290830-71
stabsstelle @ bkg-online.de
www.bkg-online.de