Pressemitteilungen

18. Juni 2009

Bayerns Krankenhäuser streben engere Zusammenarbeit mit den Vertragsärzten an

Die bayerischen Krankenhäuser treten für eine engere Zusammenarbeit von stationärer und ambulanter Behandlung in der künftigen Gesundheitsversorgung ein. Dies machten die Leiter der rd. 35 bayerischen Großkliniken bei ihrer diesjährigen Arbeitstagung am 18. und 19. Juni im Klinikum Weiden deutlich.  

Siegfried Hasenbein, der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), der die Konferenz leitete, ist überzeugt, dass an einer engeren Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung kein Weg vorbeiführe. „Die beschränkten finanziellen Mittel im Gesundheitswesen, die absehbare Personalknappheit vor allem im ärztlichen Bereich und nicht zuletzt die Möglichkeit, den Patienten eine Versorgung der kurzen Wege aus einer Hand anzubieten“ seien zwingende Gründe hierfür. Er bedauerte, dass die derzeitig hitzige Auseinandersetzung um die Arzthonorare eine sachliche Diskussion um Versorgungskonzepte der Zukunft verhindere.  

Die Vorstände der 35 bayerischen Großkrankenhäuser machten deutlich, dass man die niedergelassenen Ärzte als wichtigste Partner der Kliniken nicht verdrängen wolle, sondern ein sich ergänzendes Miteinander anstrebe. Die Patienten bevorzugten immer öfter eine fachübergreifende abgestimmte Behandlung und besonders im ländlichen Raum seien Kooperationen notwendig, um eine flächendeckende fachärztliche Versorgung aufrechtzuerhalten.  

Die Chefs der bayerischen Großkliniken brachten auch ihren Unmut über die Umsetzung der letzten Krankenhausfinanzierungsreform zum Ausdruck. Sie kritisierten, dass die von der Bundesregierung Anfang des Jahres beschlossene Finanzhilfe bei den Krankenhäusern immer noch nicht angekommen sei. Bereits am 2. April haben sich die Spitzenverbände von Krankenkassen und Krankenhäusern auf Bundesebene darauf geeinigt, dass die Kliniken in diesem Jahr eine zusätzliche Erhöhung der Behandlungspreise um 2,08 % erhalten. Damit soll zumindest die Hälfte der in diesem Jahr überdurchschnittlich hohen Tarifsteigerungen aus¬geglichen werden. In Bayern haben die Krankenkassen dieser Erhöhung nicht zugestimmt.

„Die notwendigen Finanzmittel sind im Gesundheitsfonds bereitgestellt und werden monatlich an die Krankenkassen ausbezahlt. Das Geld muss jetzt auch an die Kliniken fließen, denn dort müssen seit 1. Januar um bis zu 8 % höhere Gehälter bezahlt werden“, fordern die Krankenhauschefs.  

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