erschienen am 01.12.2021 BKG-Geschäftsstelle von Hackern angegriffen

Der Mailserver der Bayerischen Krankenhausgesellschaft wurde am 29.11. mit einer Schadsoftware infiziert.
Dadurch wurden infizierte Mails von Mail-Accounts von BKG-Mitarbeitern verschickt. Seit Montag ist keine E-Mail-Kommunikation mit der BKG-Geschäftsstelle mehr möglich.

Die BKG informierte alle ihre Mitglieder über ihren regelmäßigen Informationsdienst, per Homepage und auch einzeln telefonisch.
Für EDV-Verantwortliche in Kliniken stellten wir inzwischen in Zusammenarbeit mit unserem IT-Expertenteam (Forensiker) eine wichtige Checkliste für klinikeigene Serversysteme zur Verfügung.
Weitere technische sowie strafrechtliche Schritte wurden umgehend eingeleitet.

In enger Abstimmung mit der Deutschen Presseagentur (dpa) informierten wir zudem auch die breite Öffentlichkeit. Zahlreiche Publikations- und Fachmedien übernahmen diese Nachricht sofort.

Wann die E-Mail-Kommunikation wieder aufgenommen werden kann ist aktuell nicht sicher ... evtl. bereits in der Woche vom 6. - 12. Dezember.

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft ist der Zusammenschluss von etwa 190 Krankenhausträgern mit über 360 Krankenhäusern und insgesamt ca. 75.000 Betten in Bayern. Etwa 3 Millionen Patienten werden jährlich in den bayerischen Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Zusätzlich versorgen die Kliniken im Freistaat über 2,5 Mio. ambulante Notfallpatienten. Die bayerischen Krankenhäuser erbringen hierfür das gesamte Leistungsspektrum der medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Die Einrichtungen sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber Bayerns. Über 210.000 Menschen der verschiedensten Berufe beziehen ihr Einkommen von bayerischen akutstationären Krankenhäusern, davon über 30.000 Ärzte sowie knapp 80.000 im Pflegedienst sowie etwa 100.000 in weiteren Berufen und Tätigkeitsbereichen im Krankenhaus. Etwa 13.000 Auszubildende in der Pflege sowie etwa 2.300 in einer Vielfalt von weiteren Ausbildungsberufen werden in den Kliniken im Freistaat ausgebildet.

(Stand: 10/2021; Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis sowie BKG)