erschienen am 01.07.2022 Start der Patient:innenbefragung bei Herzkathetereingriffen

Aufruf zur Teilnahme

Im Dezember 2019 beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Regelungen zu Patient:innenbefragungen, die zusätzlich in die Beurteilung der Qualität medizinischer Leistungen eingehen sollen.

Zum 01.07.2022 starten jetzt diese ersten Patient:innenbefragungen im Rahmen der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung für die perkutane Koronarintervention (PCI) und die Koronarangiographie (QS PCI). Dies betrifft sowohl ambulant wie auch stationär erbrachte Herzkathetereingriffe.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erhalten Patient:innen, die dort einen Herzkathetereingriff erhalten haben, zeitnah einen Fragebogen vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz (IQTIG) mit der Bitte um Beteiligung. Das IQTIG hat auch eine Kontaktstelle für diese Patient:innenbefragungen eingerichtet und steht damit für individuelle Anfragen unter Telefon: 030 / 58 58 26-570 bzw. E-Mail: patientenbefragung-pci@iqtig.org zur Verfügung.

Die beteiligten Krankenhäuser erhalten regelmäßig anonymisierte Ergebnisse aus den Patient:innenbefragungen zur Verbesserung internen Qualitätssicherung.

„Wir begrüßen, dass nun endlich die Erfahrungen der Patient:innen im Rahmen ihrer medizinischen Behandlung auch in der offiziellen Qualitätssicherung berücksichtigt werden. Viele Kliniken führen bereits seit Jahren in Eigeninitiative umfassende Patient:innenbefragungen durch, um sich eigenständig zu verbessern,“ so der Geschäftsführer Roland Engehausen der bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG).

Die BKG appelliert an alle Patient:innen an den Befragungen teilzunehmen, denn nur so können aussagkräftige Ergebnisse gewonnen und Verbesserungen in die Wege geleitet werden.

Ansprechpartner

Eduard Fuchshuber Tel.: 089 290830-61, E-Mail: e.fuchshuber@bkg-online.de

Dr. med. Cornelia Diwersy Tel.: 089 290830-16, E-Mail: c.diwersy@bkg-online.de

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft ist der Zusammenschluss von etwa 190 Krankenhausträgern mit über 360 Krankenhäusern und insgesamt ca. 75.000 Betten in Bayern. Etwa 3 Millionen Patient:innen werden jährlich in den bayerischen Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Zusätzlich versorgen die Kliniken im Freistaat über 2,5 Mio. ambulante Notfallpatient:innen. Die bayerischen Krankenhäuser erbringen hierfür das gesamte Leistungsspektrum der medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Die Einrichtungen sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber Bayerns. Über 210.000 Menschen der verschiedensten Berufe beziehen ihr Einkommen von bayerischen akutstationären Krankenhäusern, davon über 30.000 Ärzte sowie knapp 80.000 im Pflegedienst sowie etwa 100.000 in weiteren Berufen und Tätigkeitsbereichen im Krankenhaus. Etwa 13.000 Auszubildende in der Pflege sowie etwa 2.300 in einer Vielfalt von weiteren Ausbildungsberufen werden in den Kliniken im Freistaat ausgebildet.

(Stand: 3/2022; Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis sowie BKG)