BKG-Online-Kampagne für ein Bürokratie-Abbau-Gesetz „entlastet arbeiten – besser versorgt werden“

Begrenzung der Krankenhausvergütung, Kürzung von Leistungen, Abbau von zusätzlichen wichtigen Vergütungen – für Reformen in Kliniken hinsichtlich des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes hat das Bundesgesundheitsministerium viele Vorschläge. Bürokratieabbau gehört allerdings nicht dazu. Dabei könnte schon eine anteilige Senkung des bürokratischen Mehraufwandes bereits einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen und pflegerischen Arbeit im Alltag vieler Beschäftigten in Krankenhäusern leisten.

„entlastet arbeiten – besser versorgt werden“

Es braucht JETZT ein Bürokratie-Abbau-Gesetz!!

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Der ärztliche Leiter des Leberkrebszentrums,
Univ.-Prof. Dr. Alexander Dechêne, spricht Klartext

"Was mir schwer im Magen liegt ist die immer komplexer werdende Abrechnung ambulanter Leistungen ..."

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) beziffert den Mehraufwand durch Bürokratie am Arbeitsplatz von medizinischem Fachpersonal und der Pflege auf 3 Stunden pro Tag. Schon eine Stunde weniger Bürokratie pro Vollkraft und Tag setze dabei rein rechnerisch 123.000 Vollkräfte in den Krankenhäusern frei, darunter rund 22.100 Vollkräfte im ärztlichen und 48.900 Vollkräfte im pflegerischen Bereich. Arbeitskraft, die an anderen Stellen dringend gebraucht und sinnvoller eingesetzt werden könnte: vor allem in der Arbeit an Patient:innen. Kürzere Wartezeiten, mehr Zeit für Zuwendung und Gespräche sowie nicht zuletzt auch mentale und körperliche Entlastung der Mitarbeiten selbst wären wichtige Gewinne, die durch die Reduzierung des Mehraufwands durch Bürokratie erzielt werden können.

Neu ist diese Erkenntnis nicht: Bereits im vergangenen Jahr legte die DKG ein umfassendes Positionspapier mit Vorschlägen zur Entbürokratisierung vor. Doch die Vorschläge der DKG blieben ungehört. Bereits Bundesgesundheitsminister Lauterbach kündigte bereits 2023 ein Entbürokratisierungsgesetz für das Gesundheitswesen an. Auch bei Bundesgesundheitsministerin Warken blieb es bei Ankündigungen, trotz der Zusage im Koalitionsvertrag, Dokumentationspflichten und Kontrolldichten durch ein Bürokratieentlastungsgesetz massiv zu reduzieren. Wörtlich heißt es dort: „Wir etablieren eine Vertrauenskultur und stärken die Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Professionen, statt sie mit Bürokratie aus Gesetzgebung und Selbstverwaltung zu lähmen.“ Davon ist jedoch nichts in den Krankenhäusern zu spüren, im Gegenteil:

Die Bürokratie nimmt weiter stetig zu und belastet zunehmend die Arbeit der Beschäftigten. Dies gilt nicht nur für das Personal in der Verwaltung, sondern gerade auch für die Beschäftigten in Medizin, Pflege und therapeutischen Berufen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert: „Kleinteilige Vorgaben, Dokumentationsverpflichtungen und Kontrollen müssen durch intelligente Anreizsysteme und realistische Zielvorgaben ersetzt werden“ und auch wir finden:

Es braucht JETZT ein Bürokratie-Abbau-Gesetz!

Wie Bürokratie ihre Arbeit beeinträchtigt, schildern Mitarbeitende unserer bayerischen Kliniken eindrücklich. Mit unserer Kampagne „entlastet arbeiten – besser versorgt werden“ wollen wir die Stimmen aus den bayerischen Krankenhäusern ins Rampenlicht rücken, um die Bundespolitik mit Nachdruck für die Umsetzung eines wirksamen Bürokratie-Abbau-Gesetzes zu mobilisieren.

 

Teilen Sie die Beiträge gerne, um für ein Bürokratie-Abbau-Gesetz zu mobilisieren, damit wieder mehr Zeit für Pflege, Medizin und Zuwendung bleibt.

Für Fragen zur Kampagne steht Ihnen das Politik- und Kommunikations-Team der BKG gerne zur Verfügung (kom@bkg-online.de)

Ergänzend machen wir auf das „Einfach-Machen-Portal“ des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) aufmerksam: einfach-machen.gov.de Über dieses Portal sammelt das BMDS bürokratische Hürden mit dem Ziel, konkrete Vereinfachungen zu prüfen und umzusetzen.

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