Die bayerischen Krankenhäuser sind angesichts der zu erwartenden außergewöhnlichen Temperaturspitzen gewappnet, vermehrt Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Symptomatiken zu versorgen.
Vor allem ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Personen mit chronischen Vorerkrankungen, etwa Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen, sind bei der Hitze besonders gefährdet. Auch Pflegebedürftige und alleinlebende Menschen mit Einschränkungen haben ein erhöhtes Risiko für gesundheitliche Gefährdung durch die Hitze.
Die Beschäftigten in den Kliniken, insbesondere in den Notaufnahmen sind routinemäßig vorsorglich auf vermehrte hitzebedingte Behandlungen von Patientinnen und Patienten vorbereitet. Diese Erfahrung machen sie seit vielen Jahren in zunehmendem Ausmaß.
Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, verdeutlicht dazu: „Unsere Krankenhäuser nehmen ihre zentrale Rolle in der Daseinsvorsorge auch gerade in Extremwettersituationen sehr ernst und unterstreichen damit einmal mehr ihre Relevanz in der Sicherstellung einer tragfähigen Gesundheitsversorgung in Bayern.“
Gleichzeitig appellieren wie viele andere Verantwortlichen im Gesundheitswesen auch die Klinikverantwortlichen eindringlich an die Bevölkerung, eigenverantwortlich auf ihre Gesundheit zu achten, um vermeidbare Notfälle zu reduzieren und fürsorglich auf ihre Mitmenschen zu achten. Dazu gehören insbesondere ausreichendes Trinken, das Meiden der Mittagshitze sowie das besondere Augenmerk auf gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Kinder und chronisch Erkrankte.
Dr. med. Michael Bayeff-Filloff, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme in Rosenheim und Ärztlicher Landesbeauftragter Rettungsdienst Bayern, betont: „Unsere Notaufnahmen sind natürlich für die Versorgung schwerer Erkrankungen und Verletzungen, die auch in der Konsequenz extremer Hitze entstehen können, vorbereitet. Allerdings erleben wir auch, dass die Bevölkerung schon eine gute Sensibilität für Hitzeschutz entwickelt hat. Achten Sie in diesen Tagen dennoch besonders auf sich und auch auf andere Menschen, insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld.“
Als erste Anlaufstelle bei Verdacht auf hitzebedingte Symptomatiken stehen Bürgerinnen und Bürgern die Bereitschaftsdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr zur Verfügung.
Bei lebensbedrohlichen Situationen jedoch sollte schnellstmöglich der Notruf unter 112 gewählt oder der direkte Weg in die Notaufnahme einer Klinik angetreten werden.